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Transidentität: Diskriminierung und Aufklärung

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„Du kannst nicht wirklich eine Frau/ein Mann sein“, „Du hast doch eine psychische Erkrankung“ oder „Wie hast Du Sex?“ sind Fragen und Verurteilungen, mit denen transidentitäre Menschen immer noch im Alltag konfrontiert werden. 

Laut dem Deutschen Ärzteblatt haben in Deutschland rund 2,000 bis 6,000 Menschen „das sichere und durch nichts zu beirrende Gefühl im falschen biologischen Körper gefangen zu sein“ (Stand 2008). Transidentität beschreibt also ein natürlich bedingtes Phänomen, bei dem die Geschlechtsidentität mit dem der Geburt zugewiesenen Geschlecht nicht übereinstimmt. Obwohl Transidentität klar beschrieben werden kann, gibt es immer noch zu wenig Aufklärung und zu viel Intoleranz und Diskriminierung. 

  • Transidentität ist nichts, was sich ein Mensch ausdenkt oder aussuchen kann – aufgrund der Entwicklungen in der Geschichte und dem Bild, das von Transsexuellen vermittelt wurde, hatten viele Menschen keine Beschreibung für das, was sie empfunden haben. Manche realisieren ihre Transidentität in den ersten Jahren ihres Lebens und andere finden ihre Identität, wenn sie etwas älter sind– es gibt keine Regeln und vor allem keine Norm. Wie unser bisheriges Bild über Transsexualität vor allem durch Hollywood geprägt wurde, zeigt die neu erschienene Netflix Verfilmung: „Disclosure“. Hier sprechen Stars über Ihre eigenen Erfahrungen und klären über Transidentität auf. 

Disclosure | Official Trailer | Netflix

According to a study from GLAAD, over 80% of Americans don’t personally know someone who’s transgender. That means most people learn about trans people from …

Quelle

  • Transidentität hat nichts mit einer psychischen Erkrankung zu tun! Aus diesem Grund ist Transidentität auch nicht „wegtherapierbar“! Dennoch sind die Klassifikationen im ICD-10 veraltet und Transidentität wird immer noch fälschlicherweise mit einer „Störung“ verbunden.
  • Fragen und Verhalten gegenüber transidentitären Menschen sind oftmals unangebracht. Hierbei sollte unterschiedenen werden, wer den Menschen aus Unwissen beispielsweise falsch anspricht und wer aus Intoleranz handelt. In Gesprächen reicht meist der einfache Hintergedanke: „Würde ich wollen, dass mir jemand diese Frage stellt?“ So sollten sich sich häufige Fragen über Geschlechtsteile oder das Sexleben von selbst erübrigen. Hierzu gibt es viele Videos, Podcasts und Artikel, die darüber aufklären, welche Fragen angebracht sind und welche nicht.  
  • Diskriminierung gegenüber Transidentät ist immer noch ein Problem! Das in Deutschland seit 2018 „divers“ als drittes Geschlecht angegeben werden kann, ist einer der vielen wichtigen Schritte gewesen. Es ist jedoch noch viel zu tun, da betroffene Menschen heutzutage nicht nur mit Beleidigungen und Intoleranz (sogar in der eigenen Familie) konfrontiert werden, sondern auch Angst davor haben, ihr Leben aufgrund ihrer Identität zu verlieren – das ist absolut inakzeptabel. Mord von transidentitären Menschen ist nämlich keine Seltenheit – das zeigt auch die Netflix Dokumentation „The Death and Life of Marsha P. Johnson“, einer schwarzen Trans-Frau, die vermutlich ermordet wurde und deren Todesursache bis heute nicht ermittelt wurde.

Transidentität kann einen Teil der Identität eines Menschen ausmachen – der Mensch besteht aber aus so vielem mehr. Reduzieren Sie niemanden auf das Geschlecht, denn sie sind aber vor allem eines: Menschen!

Informieren Sie sich mehr zu dem Thema : LSBTQ* Eine kurze Aufklärung

Foto: Sharon McCutcheon auf Unsplash

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Geschrieben von Nina von Kalckreuth

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